Glücksspiel kann für einen kleinen Teil der Spielenden ein ernsthaftes Problem werden. Nach Schätzungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gelten in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen als problematisch oder pathologisch spielend. Das entspricht etwa zwei Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Besonders gefährdet sind junge Männer zwischen 18 und 30 Jahren sowie Menschen, die schnell verfügbare Online-Angebote nutzen. Weitere Informationen finden Sie unter 300% bonus casinos.
Wer merkt, dass Einsätze, Verluste oder der ständige Drang zu spielen das eigene Leben bestimmen, ist nicht allein. Deutschland verfügt über ein dichtes Netz an Beratungs- und Hilfsangeboten, die kostenlos, anonym und auf Wunsch auch online erreichbar sind. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen.
Beratung und Soforthilfe: Wo Betroffene zuerst anrufen können
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt mit der „BZgA-Spielsucht“-Beratung eine bundesweite, kostenlose Beratungshotline. Unter der Nummer 0800 1 37 27 00 erhalten Betroffene und Angehörige rund um die Uhr anonyme Unterstützung – telefonisch, per E-Mail oder im Chat. Die Beratung ist mehrsprachig und wird von speziell geschultem Personal durchgeführt.
Ein weiterer zentraler Baustein ist die „Check-out“-Beratung, die sich vor allem an junge Menschen richtet. Sie bietet niedrigschwellige Online-Hilfe, bei der man ohne Anmeldung Fragen stellen und erste Schritte planen kann. Ergänzt wird dies durch regionale Suchtberatungsstellen, die sich über die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die Landesstellen für Suchtfragen finden lassen.
Für akute Krisen stehen außerdem die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222) sowie der Notruf 112 zur Verfügung. Beide Dienste sind kostenlos und vertraulich.
Ambulante und stationäre Hilfen: Von der Beratung zur Therapie
Wenn eine reine Beratung nicht ausreicht, können Betroffene eine ambulante oder stationäre Therapie in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür übernehmen in der Regel die gesetzlichen Krankenkassen, sofern eine anerkannte Diagnose wie „Pathologisches Glücksspielen“ (ICD-10 F63.0) vorliegt. Ambulante Suchtberatungsstellen vermitteln häufig direkt an Fachärzte, Psychotherapeuten oder Suchtkliniken.
Zu den bekannten stationären Einrichtungen zählen unter anderem die Fachkliniken der Diakonie, der Caritas und der Deutschen Rentenversicherung. Die Behandlungsdauer variiert meist zwischen sechs und zwölf Wochen. Ein wichtiger Bestandteil ist die Rückfallprophylaxe, die oft in Gruppen- und Einzelgesprächen stattfindet.
Ergänzend gibt es Selbsthilfegruppen wie die „Anonymen Spieler“ oder „Gamblers Anonymous“, die in vielen Städten regelmäßige Treffen anbieten. Auch Online-Selbsthilfeforen und geschlossene Gruppen haben sich als hilfreich erwiesen, besonders für Menschen, die den Weg in eine Präsenzgruppe scheuen.
Vorbeugung und Verantwortung der Anbieter
Neben der Hilfe im Ernstfall spielt Prävention eine wichtige Rolle. Seriöse Anbieter setzen auf verantwortungsvolles Spielen, indem sie Limits, Selbstausschlüsse und Aufklärungsmaterialien bereitstellen. In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag unter anderem, dass Online-Casinos ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Spieler einhalten müssen. Zudem ist das sogenannte „OASIS“-System verpflichtend, in dem sich Spieler selbst für alle legalen Anbieter sperren lassen können.
Wer sich für ein Online-Casino entscheidet, sollte auf eine gültige deutsche Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder achten. Nur so sind die gesetzlichen Schutzmechanismen gewährleistet. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Glücksspiel beginnt bei der eigenen Wahrnehmung – und endet nicht bei der ersten Verlustserie.
Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Die genannten Anlaufstellen sind darauf ausgelegt, genau diesen Schritt so einfach wie möglich zu machen.
